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Wenn der Weihnachtsmann nervt oder gar ein Sicherheitsrisiko ist

Written by on 8. Dezember 2020

Schön geschmückte Häuser und Gärten, blinkende Lampen und dezente Beleuchtung

In der Weihnachtszeit sieht man viel Dekoration. Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, doch es kann durchaus Diskussionsbedarf geben. Insbesondere dann, wenn die Sicherheit beeinträchtigt ist. Der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen schafft Klarheit.

Weihnachtsschmuck, Lichterketten und Nikoläuse

Mieter haben das Recht, die eigene Wohnung, Fenster und Balkone in der Vorweih- nachtszeit nach ihrem Geschmack und ihrer Fantasie zu dekorieren. Auch Lichterketten gehören nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes Esslingen-Göppingen, inzwi- schen weit verbreitete Sitte, in der Zeit vor und nach Weihnachten Fenster und Balkone mit elektrischer Beleuchtung zu schmücken dazu. Trotzdem sind außerhalb der eigenen Wohnung der Fantasie- und Dekorationslust Grenzen gesetzt. Der Weihnachtsschmuck, die Lichterketten, die illuminierten Rentiere, Weihnachtsmänner oder Nikoläuse müssen richtig gesichert sein, so dass sie auch bei Wind und Sturm nicht abstürzen und Passan- ten gefährden können.

Will ein Mieter einen Nikolaus oder Weihnachtsmann an der Außenfassade anbringen, muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Muss für die Installation die Fassade angebohrt werden oder wird durch die Dekoration die Optik des Hauses „verschandelt“, muss der Vermieter keine Zustimmung erteilen. Allerdings spielt hier weniger der persön- liche Geschmack des Vermieters eine Rolle, sondern vor allem auch die örtlichen Gege- benheiten. Sind auch die Nachbarwohnungen oder Nachbarhäuser großzügig weihnacht- lich geschmückt oder sind die kraxelnden Weihnachtsmänner im Hinterhof von außen gar nicht sichtbar, kann der Vermieter ein Verbot nicht mit der Verschlechterung der Optik begründen.

Bei der Weihnachtsdekoration muss, so der Deutschen Mieterbundes Esslingen- Göppingen, auch auf die Interessen der Nachbarn Rücksicht genommen werden. Wenn ein „Feuerwerk mit tausend Lichtern“ die ganze Nacht über brennt und funkelt und die in der gegenüber liegenden Wohnung lebenden Mieter am Schlafen hindert, können die sich wehren. Sie können verlangen, dass die Lichter ab 22.00 Uhr ausgeschaltet werden. Bei lang andauernden und schwerwiegenden Beeinträchtigungen können sie sogar die Miete mindern

(Quelle: Deutscher Mieterbund Esslingen-Göppingen)