Aktueller Song

Titel

Künstler

laufende Sendung

Fipsmix

16:00 19:00


Was ist das Robert-Koch-Institut?

Verfasst von am 3. April 2020

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise wird seit Wochen über das Robert-Koch-Institut gesprochen. Doch was ist das eigentlich und wo ist es überhaupt? Und wer „ist“ Robert Koch?

Der Namensgeber ist Heinrich Hermann Robert Koch. Geboren wurde er am 11. Dezember 1843 in Clausthal im Oberharz. Im Alter von vier Jahren brachte er sich das Lesen und Schreiben bei. Bereits mit fünf Jahren kümmerte sich ein Privatlehrer um sein schulisches Fortkommen, bis er 1850 seine Schulausbildung auf einem Gymnasium fortsetzte. Nach dem Abitur studierte er Medizin. Im Laufe der Jahre wurde er ein anerkannter Mediziner, Hygieniker und Mikrobiologe.

Koch war zwar nicht der Entdecker des Milzbrandes, viel mehr gelang es ihm 1876 den Milzbranderreger außerhalb eines Organismus zu züchten und so neue Erkenntnisse darüber zu erlangen. Im Jahr 1882 entdeckte er den Erreger Tuberkulose.

Der erfolgreiche Mediziner war maßgeblich an der Gründung der modernen Mikro- und Bakteriologie beteiligt und konnte somit die Tropenmedizin unterstützen. Ein weiteres Feld war die Infektionslehre. Am 27. Mai 1910 verstarb er in Baden-Baden. Seine Urne wurde nach Berlin in das sog. Institut für Infektionskrankheiten überführt und in einem Mausoleum beigesetzt.

Das Institut für Infektionskrankheiten ist das heutige Robert-Koch-Institut, kurz RKI.

Gegründet wurde es 1891 in Berlin und wurde zunächst „Königlich Preußisches Institut für Infektionskrankheiten“ genannt. Robert Koch leitete es bis 1904. Den heutigen Namen bekam das Institut erst 1942. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mußte es teilweise neu aufgebaut werden – in jeglicher Hinsicht. 1952 wird das RKI Teil des Gesundheitsamtes.

Im Jahr 2001 ist die Erkennung und Bewältigung bioterroristischen Gefahren ein weiteres Aufgabengebiet.

Das Robert-Koch-Institut gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und ist somit ein Bundesinstitut. Eine zentrale Aufgabe ist die Krankheitsüberwachung und -prävention und somit auch die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten. Erlangte wissenschaftliche Erkenntnisse  sind die gesundheitspolitische Entscheidungsgrundlage.

Primär werden Krankheiten hoher Gefährlichkeit und Krankheiten mit einem hohen Verbreitungsgrad analysiert und bewertet. Von daher berät das RKI die Ministerien und erarbeitet gemeinsam mit ihnen Normen und Standards.

Außerdem erfüllt das RKI Aufgaben für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und für das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC).