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Waldbrandgefahr schon im März

Verfasst von am 29. März 2022

Der März weist kaum Niederschlag, dazu eine rekordverdächtige Anzahl von Sonnenstunden und Windströmungen, die Saharastaub mitbringen, auf. Das führt zu einer ernst zu nehmenden Belastung für den Wald. Dort trocknen die Böden aus, das Laub knistert vor Trockenheit und damit steigt schon im März die Waldbrandgefahr. Deshalb appelliert das Forstamt Esslingen so früh wie selten im Jahre an einen vorsichtigen Umgang mit Feuergefahren im Wald.

 

Waldbrände entstehen in den seltensten Fällen durch natürliche Einwirkungen, denn Blitzeinschläge sind ein eher seltenes Naturereignis. Zumeist sind Waldbrände auf menschliches Handeln zurück zu führen, werden ausgelöst durch Gedankenlosigkeit von Waldbesuchern. Eine weggeworfene Zigarettenkippe, ein unzureichend gelöschtes Grillfeuer, eine zurückgelassene Glasflasche, die unter Sonneneinstrahlung zum Brennglas wird, all diese Unachtsamkeiten können Auslöser für Waldbrände werden. Nicht ohne Grund herrscht bereits ab dem 1. März im gesamten Wald absolutes Rauchverbot.

Obwohl die hiesigen, sehr naturnah aufgebauten Laubwälder im Gegensatz zu kieferngeprägten Wäldern Norddeutschlandes nicht zu den Waldbrandrisikogebieten gehören, kommt es doch jedes Jahr zu Waldbränden. Meist sind es Bodenfeuer, bei denen bodennahe Vegetation und abgestorbenes Material in Flammen aufgeht und die Stammfüße der Waldbäume geschädigt werden. Auch wenn die Flächen durch nachwachsende Bodenvegetation optisch häufig rasch wieder begrünt sind, bleiben die beschädigten Stammfüße der Waldbäume ein Schaden, der nicht zu unterschätzen ist.

Nicht nur wegen der Waldbrandgefahr hoffen die Forstleute, dass der Frühling in den nächsten Wochen noch etwas feuchte Witterung haben wird. Der Frühling ist Pflanzzeit für junge Bäume, die für einen guten Start ausreichende Bodenfeuchtigkeit benötigen.

 

(Quelle: Landratsamt Esslingen)