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Schulung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer in Teststellen

Verfasst von auf 22. Februar 2021

Gut vorbereitet

Sie sollen in Altenheimen, Kindergärten und Schulen Corona-Tests vornehmen: Zahlreiche Menschen haben sich für die ehrenamtliche Aufgabe gemeldet und werden beim DRK-Kreisverband Göppingen geschult. 

Schulung Ehrenamtlicher: links Mehtap Erzurum rechts Sabina Karahan (Foto: DRK-Göppingen)

„Beim ersten Mal hat es Überwindung gekostet“, räumt Mehtap Erzurum ein. Sie hat eben bei Sabina Karahan einen Corona-Schnelltest vorgenommen. Die beiden jungen Frauen werden in den kommenden Wochen und Monaten in Kindertagesstätten, in Schulen und Altenheimen Schnelltests vornehmen. Mehtap Erzurum arbeitet in der Verwaltung eines großen Möbelhauses und ist seit langem in Kurzarbeit. Im Herbst war sie positiv getestet worden, hatte sich bei einer Geburtstagsfeier, „bei der niemand an Covid gedacht hatte“, infiziert und anschließend zwei Wochen lang nichts geschmeckt und gerochen. „Ich will meine Zeit sinnvoll nutzen“, sagt die Göppingerin und hat sich deshalb gemeldet, als Ehrenamtliche für die Teststellen gesucht worden waren. Bislang hat sie „mit medizinischen Themen keinerlei Berührung gehabt“. Sabina Karahan dagegen arbeitet im gerontopsychiatrischen Bereich und hat einen Tag in der Woche frei. „An diesem Tag will ich etwas im sozialen Bereich machen – einfach, weil es mir Spaß macht.“ Bevor die beiden jungen Frauen und sechs weitere Teilnehmende aber die Tests vornehmen können, werden sie geschult. Bettina Steinbacher, erfahrene Ausbilderin beim DRK-Kreisverband Göppingen hat eine entsprechende PowerPoint-Schulung ausgearbeitet, über Übertragungswege ebenso informiert wie über den persönlichen Schutz der Testerinnen und Tester, also zum Beispiel, wie eine Maske so getragen werden muss, dass sie auch Schutz bietet. 

Ausbilderin Tanja Kolbe (li) (Foto: DRK-Göppingen)

„Lassen Sie die Testperson den Kopf ein bisschen in den Nacken legen, dann geht es einfacher“, weist sie die Ehrenamtlichen an. Und: „Sie spüren es, wenn Sie das Wattestäbchen weit genug in die Nase geschoben haben.“ Die Göppingerin schiebt das Wattestäbchen vorsichtig in ein Nasenloch. „Dann drehen sie es schnell und ziehen es wieder heraus.“ Jetzt werden die Teststreifen entsprechend präpariert. Nach einer guten Viertelstunde zeigen sie das Ergebnis. „Ist jemand positiv getestet, müssen sie alle Flächen desinfizieren und die komplette Schutzausrüstung wechseln“, weist Bettina Steinbacher an. Dann führt sie vor, wie sich die Ehrenamtlichen nach ihren Einsätzen ausziehen sollen. „Anschließend desinfizieren Sie eine halbe Minute lang Ihre Hände.“ Sie bedankt sich bei den Ehrenamtlichen, überreicht ihnen die Bescheinigung der Teilnahme an der Schulung und beruhigt sie: „Wenn Sie ein paar Tests vorgenommen haben, bekommen Sie Routine und dann ist es gar nicht so schwierig, wie Sie denken!“ 

(Quelle: DRK-Göppingen)