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Geschwindigkeitskontrolle mit bitterem Gschmäckle Teil 2

Verfasst von am 22. Mai 2020

Lesezeit ca. 2 Minuten

Geschwindigkeitskontrolle in Göppingen mit ganz bitterem Gschmäckle Teil 2

Am 14. Mai 2020 wurde in der Beckhstraße zwischen Göppingen und Faurndau die zulässige Geschwindigkeit von 70 km/h auf 50 km/h begrenzt. Genau fünf Tage später (19. Mai), ein Wochenende eingeschlossen, wurden über die Mittagsstunden genau an diesem Streckenabschnitt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Dies sorgte bei einigen Bürgern für Unmut, wo den meisten Verkehrsteilnehmern trotz neu aufgestellter Beschilderung die Änderung noch nicht bewußt war. 

In der Vergangenheit sei es dort immer wieder zu Gefahrensituationen gekommen.

Laut einer Pressemitteilung der Stadt sei der Grund nicht etwa Lärmschutz, sondern eine Zu- und Abfahrt eines landwirtschaftlichen Anwesens und die Zu- und Abfahrt  beim Kreisverkehr Beckh-/Wehrstraße, wo ein Erdlagerplatz für die Baumaßnahmen im Zusammenhang mit dem Neubau der Bahnbrücke B 297 eingerichtet wurde. Trotz Reinigungsmaßnahmen kommt es dort zu Verschmutzungen der Fahrbahn, was insbesondere für Zweiradfahrer eine Gefahr darstelle, aber auch langsam fahrende Baustellenfahrzeuge beeinträchtigen dort den Verkehr. Aufgestellte Gefahrenbeschilderung sei unzureichend beachtet worden, was letztlich die Maßnahme zur weiteren Reduzierung der Geschwindigkeit erforderlich machte. Trauriger „Spitzenreiter“ der Geschwindigkeitsmessung war ein Motorrad mit 112 km/h.

Auf einem 220 Meter langen Teilabschnitt, werden zur Regelung eines gleichmäßigen Verkehrsflusses und zur Vermeidung von unnötigen Beschleunigungs- und Abbremsvorgängen, zur Reduzierung der Abgasemissionen, sowie nun doch auch zum Lärmschutz die 50 km/h beibehalten.

In Anlehnung an die zu erwartende Bauzeit, wird die Maßnahme zunächst bis 31.12.2020 befristet.

Umstrittener Bußgeldkatalog kommt zur Anwendung

Zur Tatsache, daß die Geschwindigkeitskontrollen sehr zeitnah nach der Änderung der für diese Strecke erlaubten Höchstgeschwindigkeit durchgeführt wurden, kommt noch ein anderer, nicht unerheblicher Aspekt; der vom Ministerium selbst in den eigenen Reihen umstrittene Bußgeldkatalog im Zusammenhang mit der neuen Straßenverkehrsordnung kommt zur Anwendung.

Hauptaugenmerk liegt dabei zwar auf der Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern, aber auch Temposünder werden härter abgestraft als zuvor. Wer Innerorts mit 21 km/h zu schnell unterwegs ist, bekommt € 70 Strafe und einen Monat Fahrverbot, sowie einen Punkt. Außerorts „muß“ man 26 km/h schneller sein, zahlt € 80 und es droht ebenfalls ein Fahrverbot von einem Monat und ein Punkt im hohen Norden. 

Verkehrsminister Scheuer freue sich, denn mit der neuen Verordnung mache man unsere Mobilität sicherer, klimafreundlicher und gerechter, heißt es auf der Homepage des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Einführung der neuen Straßenverkehrsordnung. Allerdings gab es dafür heftigen Gegenwind. Man spreche inzwischen von einer Unverhältnismäßigkeit. 

Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ohne Zweifel ein hohes Gut, ob den oben aufgeführten  Grundgedanken mit der Geschwindigkeitskontrolle am 19. Mai Rechnung getragen wird, bleibt wohl eine offene Frage – Fakt ist, die Suppe schmeckt ein wenig bitter.