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Kaiser Brauerei setzt auf 100%-Recycling-Verpackung bei Sixpacks – ein Novum in der Branche 

Verfasst von am 13. Januar 2021

Als erste Brauerei in Deutschland bietet die Geislinger Kaiser Brauerei ihr Bier jetzt in Sixpack-Träger an, die zu 100% aus Altpapier hergestellt werden. Ein absolutes Novum in der Branche, das den nachhaltigen Weg des Unternehmens unterstreicht. Entwickelt wurde der „Wraparound“ vom Wellpappe-Spezialisten KOLB aus Memmingen.

Geislingen. Nichts ist ärgerlicher, als ein Sixpack-Träger, der nach dem Kauf auf dem Weg nach Hause reißt. Darum setzt die Branche seit jeher auf eine Kartonverpackung auf Basis von Frischfasern bei der Papierherstellung. Das garantiert einerseits größtmögliche Tragfähigkeit, kostet auf der anderen Seite aber viel natürliche Holz-Ressourcen. „Umverpackungen aus Recycling-Material waren bisher nicht so stabil und sind auch etwas teurer als konventionelle Arten, darum hat sich niemand so recht an dieses Thema getraut“, berichtet Christoph Kumpf, Geschäftsführer der Kaiser Brauerei. Nun hat er mit dem Memminger Wellpappe- und Verpackungsspezialisten HANS KOLB jedoch eine Lösung gefunden. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Kaiser Brauerei mit unserem nachhaltigen Verpackungsansatz überzeugen konnten.“, sagt KOLB-Verpackungsberater Helmut Schiebel. Christoph Kumpf und sein Team wagten damit einen Versuch – als erste Brauerei in Deutschland. „Nachdem wir die Entwicklung des Sixpacks lange begleitet hatten und mit wenigen Mustern gestartet sind, haben wir ab April 2020 einen größer angelegten Markttest mit unserem Produkt ,Helles‘ im Sixpack aus Altpapier gemacht ,“ berichtet Kumpf. „Der Test war sehr erfolgreich. Das Material ist stabil, es fühlt sich gut an und lässt sich darüber hinaus auch sehr gut verpacken“, erklärt Martin Käppeler, Verkaufsleiter der Kaiser Brauerei. „Neben den überzeugenden technischen Eigenschaften des neuen Wellpappe-Materials hat es für uns aber noch einen weiteren positiven Nebeneffekt. Die Sixpacks stechen durch ihr minimalistisches Design und durch den Grundton des Recyclingmaterials aus der Menge heraus und der Kunde kann sich anhand der Verpackung entscheiden, ob er zu einem nachhaltigen Produkt greift oder zu dem bunten, lackierten Sixpack des Mitbewerbers“, so Käppeler weiter. Die KOLB-Group verfolgt in diesem Zusammenhang einen integrierten Ansatz. Angefangen von der eigenen Recyclingpapier-Erzeugung zur Wellpappe-Produktion bis hin zum besonders innovativen Digitaldruckverfahren mit ressourcenschonenden Hightech-Tinten ist alles konsequent nachhaltig. 

Sixpacks auf dem Markt immer gefragter

Der Fokus liegt bei der Kaiser-Brauerei nicht ohne Grund auf den Sixpack-Verpackungen. Mit der steigenden Zahl an Singlehaushalten in Deutschland steigt auch die Nachfrage nach Lebensmitteln in kleineren Verpackungsgrößen. Für die Brauereien bedeutet das, dass die Nachfrage nach dem klassischen Gebinde, der Bierkiste rückläufig ist. Dafür wird Bier mehr und mehr im Kleingebinde mit sechs oder auch nur vier Flaschen eingekauft. Für die Kaiser Brauerei, die ausschließlich auf Mehrweggebinde setzt, ist dies eine Herausforderung. Die Verpackung – also der Sixpack selbst – ist aus Sicht des Verbrauchers ein Wegwerfprodukt und landet im Altpapier. Das wird auch in Zukunft so sein, ist aber durch die Herstellung aus 100% Altpapier wesentlich ressourcenschonender. 

Um den Mehrweg-Kreislauf auch bei den Kleingebinden zu gewährleisten hat die Kaiser Brauerei zusätzlich 20 000 Pinolenkisten angeschafft, in welchen die Sixpacks ausgeliefert und anschließend die Leerflaschen wieder zur Brauerei zurück transportiert werden können. „Auch wenn es ,nur‘ eine Verpackung ist, haben wir uns sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt und wollen nun weiter darauf setzen. So wird man Kaiser-Bier im Handel künftig vor allem auch an den Sixpacks in Recycling-Optik erkennen – und natürlich am guten Geschmack“, erklärt Chrisoph Kumpf mit einem Augenzwinkern. 

 

(Quelle/Fotos: StaufenPresseservice)