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Unterlassungsansprüche gegen Kaiser Brauerei

Verfasst von am 8. Juli 2021

Großer Kölner Brauereiverband erhebt Unterlassungsansprüche gegen Geislinger Kaiser Brauerei

Der Name ihres ersten limitierten Editionsbiers nach kölscher Brauart hat für die Kaiser Brauerei nun Konsequenzen: Ein Zusammenschluss Kölner Großbrauereien hat Unterlassungsansprüche gegen den Geislinger Traditionsbetrieb gestellt. 

Nachspiel für das erste Editionsbier der Kaiser-Brauerei: Die Geislinger Variation im Stil eines „Kölsch“, das unter diesem Namen nur in Köln gebraut werden darf, war als kleine, limitierte Edition in und um den Landkreis Göppingen bei den Kunden sehr beliebt. Die Bezeichnung des Editionsbiers hat jetzt Konsequenzen für die Geislinger Kleinbrauerei – der Name darf nicht mehr verwendet werden, weil er dem Original zu ähnlich sei. Der Kölner Brauereiverband, unter dessen Dach sich die Kölner Großbrauereien zusammengeschlossen haben, droht dem Geislinger Unternehmen mit Unterlassungs- und Beseitigungsansprüchen. 

Rückblick: Anfang Mai dieses Jahres kam die erste Brauer-Edition der Kaiser Brauerei auf den Markt. Die Idee hinter der Bierserie ist, dass jeder der zehn Braumeister und Bierbrauer sein eigenes Bier kreiert – von der Rezeptur bis zum Namen. Den Start hat der aus Köln stammende Braumeister Dominic Dröge übernommen. Was für einen Bierstil würde sich ein Kölner Braumeister wohl im Schwäbischen wünschen? Keine Frage: sein geliebtes Kölsch. Der Name war dann eine Mischung aus dem Original und des Ortes der Entstehung der Bierspezialität – also Geislingen: eine humorvolle Namenskreation mit einem Augenzwinkern. Obwohl nur der Begriff „Kölsch“ geschützt ist, hat die Kaiser Brauerei vom mächtigen Kölner Brauereiverband Post bekommen: Der Name schmeckt ihnen überhaupt nicht, amüsiert waren die sonst so fröhlichen Rheinländer offenbar ebenfalls nicht. „Ich habe diese Woche bereits eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Das Bier war von Anfang an als limitierte Edition geplant und wir waren richtig schnell ausverkauft. Als das Schreiben des Brauereiverbandes bei uns ankam, hatten wir keine einzige Flasche mehr im Lager“, erklärt Christoph Kumpf, Geschäftsführer der Kaiser Brauerei. Leider sei mit der Unterlassungserklärung eine spätere zweite Auflage – zumindest unter gleichem Namen – ausgeschlossen, so Kumpf weiter. Dominic Dröge, der Schöpfer des Bieres, meint außerdem: „Da hätte ich von den Kollegen aus Köln schon mehr Humor erwartet – zumal das Bier von Anfang an als limitierte Edition beworben wurde und daher keine Gefahr für die Marke „Kölsch“ besteht. Viel mehr hat mein Bier den Leuten hier anscheinend so gut geschmeckt, dass es nach knapp vier Wochen bereits komplett ausverkauft war – eine bessere Werbung für die Brauart kann es doch gar nicht geben.“ 

Geschäftsführer Christoph Kumpf wundert sich über das Vorgehen der Großbrauereien aus Köln: „Wir haben so viele begeisterte Nachrichten und gutes Feedback auf unser Bier nach kölscher Brauart erhalten – auf die Fanpost aus Köln selbst hätten wir gerne verzichtet“. Übrigens: Die zweite Brauer-Edition wird nicht mehr lange auf sich warten lassen und ist bald im Handel erhältlich. Was für eine Kreation das sein wird, verrät Christoph Kumpf jedoch noch nicht. 

 

(Quelle: Kaiser Brauerei GmbH)