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Dem Schimmel in den eigenen vier Wänden vorbeugen

Verfasst von am 2. Februar 2022

Energieagentur rät gerade in den kalten Wintermonaten auf Schimmelbildung zu achten

Wenn es draußen bitter kalt ist, möchte man es im Gebäude wohlig warm haben. Doch genau das kann in den Wintermonaten zu einer verstärkten Schimmelbildung im Haus oder der Wohnung führen. Um dem ungesunden Mitbewohner vorzubeugen sollte man also regelmäßig lüften. Denn ist der Schimmel erst einmal da, lässt er sich oft nur schwer entfernen.

Als Faustregel gilt: zwei- bis dreimal täglich für fünf Minuten durchlüften. Nur so dringt frische Luft in die Räume hinein und befördert feuchtwarme Luft wiederum hinaus. „Vor allem Kochen, Duschen und Baden tragen dazu bei, dass die Feuchtigkeit im Gebäudeinneren ansteigt. Auch das nächtliche Schwitzen führt zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit. Durch regelmäßiges Lüften wird verhindert, dass Tapeten, Fußböden und Wände zu feucht werden,“ so der Geschäftsführer der Energieagentur Landkreis Göppingen Timm Engelhardt. Auch hinter den Schränken lauert die Gefahr, denn wenn dieser nur einen geringen Abstand zur Außenwand hat, kann durch die mangelnde Luftzirkulation an der Rückseite des Schranks schnell Schimmel entstehen. Aus diesem Grund sollte auch hinter den Schränken regelmäßig geprüft werden, ob sich Schimmel gebildet hat.

Am effektivsten geschieht die Lüftung bei abgedrehten Heizkörpern und komplett geöffnetem Fenster. Je mehr Personen im Haushalt leben, desto häufiger sollte gelüftet werden. Auch die Luftfeuchtigkeit in meinem Gebäude sollte regelmäßig kontrolliert werden. „Bereits eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent kann zu Schimmelbildung und damit zu gesundheitlichen Problemen führen. Liegt die relative Luftfeuchtfeuchtigkeit direkt an der Wand gar bei 70 bis 80 Prozent, können dort noch schneller Schimmelpilze wachsen. In diesem Fall sollte unbedingt gehandelt und ein Experte hinzugezogen werden“, so Engelhardt abschließend. Denn das Gefährliche ist hierbei: Die Wand fühlt sich weder feucht an, noch kann man sehen ob sich Kondenswasser gebildet hat. Dieses sieht man erst, wenn die Luftfeuchtigkeit bei 100 Prozent liegt. Wer befürchtet, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, kann diese regelmäßig mit einem Hygrometer prüfen. Dieser kann in den meisten Baumärkten kostengünstig erworben werden.

Ist bereits sichtbarer Schimmel in der Wohnung oder dem Haus vorhanden, können kleinere Stellen, beispielsweise mit handelsüblichem Haushaltsreiniger oder hochprozentigem Alkohol, selbst beseitigt werden. Bei einem größeren Befall oder auch bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit sollte hingegen auf alle Fälle ein Fachmann hinzugezogen werden. Auch hier bietet die Energieagentur des Landkreises Göppingen zusammen mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ein nützliches Beraternetzwerk an. Weitere Informationen rund um dieses Thema gibt es auch direkt bei der Energieagentur des Landkreises Göppingen unter 07161 – 651 65 00.

(Quelle: Energieagentur des Landkreises Göppingen)

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