Aktueller Song

Titel

Künstler

laufende Sendung

Fipsmix

00:00 18:00


AWB kämpft mit Auswirkungen der neuen „Müllstrategie“

Verfasst von am 22. Januar 2022

Der Tausch und die Auslieferung neuer Tonnen, Bestellungen und Reklamationen lassen den AWB Göppingen im Müllproblem versinken.

Anfragen der Bürger*innen werden schleppend oder gar nicht beantwortet. Daß mit zunehmendem Gesprächsbedarf zu rechnen war und ist, sollte keine Überraschung sein. Aber gerade dieser übersteigt nun die Kapazitäten der Mitarbeiter. Durch die Nutzung kleinerer Restmülltonnen sind die Sammelmengen beim Bioabfall deutlich gestiegen, womit ebenfalls zu rechnen war. Damit einhergehend gibt es neue und alte Probleme. Um dieser Situation Herr zu werden, werden mehr Fahrzeuge ins Geschehen eingebunden. Der AWB moniert außerdem, daß teilweise „falsche“ Biobeutel genutzt werden, welche dann nicht mitgenommen werden; wiederum wird darauf hingewiesen, daß die offiziellen Biobeutel unter bestimmten Umständen schnell reißen können.

Am 17.01.2022 begann der TV-Sender Filstalwelle einen Bericht über die Müllproblematik im Landkreis Göppingen mit den Worten: „Holpriger Start für das neue Müllkonzept…“.

Dieses Thema wird uns noch ein paar Wochen begleiten. Ein Müll-Stresstest für Bürger*innen und Mitarbeiter*innen ist nicht schön, zu Zeiten einer Pandemie noch ungünstiger.

Bioabfall muss morgens ab 6 Uhr bereitstehen

Entsorgungsfirma ist am Abfuhrtag zwischen 6 und 17 Uhr unterwegs

Viele Haushalte und Arbeitsstätten nutzen seit Jahresbeginn kleinere Restmülltonnen. Dadurch sind die Sammelmengen beim Bioabfall deutlich gestiegen. Aus diesem Grund mussten zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt und Touren angepasst werden. Dadurch sind die Müllwerker in manchen Gegenden jetzt schon um kurz nach 6 Uhr unterwegs, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger an eine Abholung am Nachmittag bereits gewöhnt hatten.

Auch durch neues Sammelpersonal, Baustellen oder andere Umstände können sich die vermeintlich immer gleichen Uhrzeiten von Woche zu Woche ändern. So haben einige Haushalte in den vergangenen Wochen ihre Biobeutel nicht rechtzeitig bereitgestellt. Diese bleiben dann liegen und müssen wieder reingeholt werden.

Deswegen weist der AWB nochmals darauf hin, dass Abfälle am Abfuhrtag grundsätzlich im Zeitraum zwischen 6 und 17 Uhr abgefahren werden. Wer seine Abfälle nicht rechtzeitig bereitstellt, riskiert bis zum nächsten Termin warten zu müssen.

Zudem mehren sich Fälle, in denen Küchenabfälle nicht in den offiziellen AWB-Biobeuteln, sondern anderen handelsüblichen Kunststoffsäcken bereitgestellt werden. Diese bleiben jedoch liegen.

Auch sollten auf Eimern, in denen die Biobeutel bereitgestellt werden, der Deckel nicht rundum festgedrückt werden. Die Müllwerker bekommen sonst mit den Arbeitshandschuhen Probleme, die Deckel zügig zu entfernen. Dadurch verzögert sich die Abholung, wodurch möglicherweise ein Teil des Sammelgebietes nicht mehr am vorgesehenen Abfuhrtag abgeholt werden kann. Daher sollten die Deckel entweder nur leicht auf den Eimer aufgedrückt oder besser noch am Abfuhrmorgen ganz entfernt werden.

Vereinzelnd werden auch deutlich zu kleine Eimer verwendet und der Biobeutel reingedrückt. Bei der Entnahme der Beutel reisen diese dann auf und führen zu unnötiger Verschmutzung des Bürgersteiges, was zu einem unschönen Straßenbild führt.

Viele Anfragen führen zu verzögerter Bearbeitung

Auch telefonisch gibt es zurzeit kaum ein Durchkommen 

Den AWB erreichen zurzeit sowohl per E-Mail als auch telefonisch unzählige Anfragen. Diese beziehen sich hauptsächlich auf die Auslieferung neuer beziehungsweise den Tausch vorhandener Restmülltonnen, Bestellung von Schwerkraftschlössern, Reklamationen beim Einsammeln von Rest- und Bioabfall und Sperrmüllbestellungen.

Aktuell werden noch einige Tausend Restmüllbehälter an Haushalte geliefert, die seit Anfang Dezember neu in den Landkreis gezogen sind oder bei denen eine Nachbechippung ihrer alten Tonnen nicht möglich war. Der Wechsel auf eine andere Tonnengröße kann zwar beantragt werden. Der Ausstauch findet aber erst ab Februar statt. Beim Wechsel auf größere Tonnen sollten solange neben die gefüllte kleine Tonne die offiziellen Mehrbedarfssäcke dazu gestellt werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben ihr Bestes, alle Anfragen schnellstmöglich zu bearbeiten. Aufgrund der enormen Anzahl kann dies momentan allerdings etwas länger dauern. Der AWB bittet hierfür um Verständnis. Leider kommt es zunehmend zu sehr unfreundlichen Anrufen. Der AWB kann den Unmut der Anrufer zwar nachvollziehen, bittet aber dennoch um einen sachlichen Umgangston. 

Mit ein paar Antworten auf häufig gestellte Fragen erledigt sich die Kontaktaufnahme zum AWB vielleicht von selbst:

  • Der Sperrmüllschein und der Gutschein für das Jahreskontingent Biobeutel werden Ende Februar mit dem Abfallgebührenbescheid an alle Haushalte und Arbeitsstätten verschickt. 
  • Ausgabestellen von Mehrbedarfssäcken und Biobeuteln wie auch die Termine für die Abholung der alten Restmülltonnen sind auf der Website des AWB unter www.awb-gp.de veröffentlicht.
  • Formulare zur Änderung der Tonnengröße, zur Bestellung eines Schwerkraftschlosses und zur Beantragung des Windelzuschusses können unter www.awb-gp.de/download/formulare heruntergeladen werden.
  • Auch wenn die Restmüllbehälter schon benutzt wurden, ist ein Tonnentausch möglich.
  • Reklamationen zu den einzelnen Abfuhren können über die Online-Bürgerdienste unter www.myawb.de an den AWB gemeldet werden.
  • Die blaue Papiertonne ist ein Angebot der Firma Fetzer. Bestellungen dort unter www.du-willkommen.de.

 

(Quelle: Abfallwirtschaftsbetrieb Göppingen / Foto: radiofips)