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Amphibien wandern wieder

Verfasst von am 2. März 2024

Mildere Temperaturen in der Nacht holen Amphibien aus der Winterruhe, dann beginnen sie von den Überwinterungsquartieren zu ihren Laichgewässern zu wandern. Zwangsläufig müssen sie in unserer dicht besiedelten Landschaft häufig Straßen queren, was meist zu hohen Verlusten unter den Amphibien führt. Deshalb werden alljährlich entlang der größeren Wanderrouten Schutzmaßnahmen für die Amphibien getroffen.

An der L 1075 zwischen Hohenstaufen und Lenglingen erfolgt auch in diesem Jahr ab März in den Nachtstunden, in der Regel von 19 bis 6 Uhr morgens, eine Vollsperrung des Straßenabschnittes während des Laichzuges der dortigen Amphibienpopulation. 

Die Amphibienwanderung dauert in der Regel von Anfang März bis Anfang Mai. In dieser Zeit ist in zugstarken Nächten mit einer Sperrung der L 1075 zwischen dem Aasrücken (Abzweigung Ottenbach) und Lenglingen zu rechnen, um einen sicheren, verlustarmen Laichzug sowie die Verkehrssicherheit zu gewährleistet. 

Die Verkehrsteilnehmer werden in den Nächten der Vollsperrung mittels Vorwegweiser rechtzeitig auf die Sperrung und die Umleitungsstrecke hingewiesen. Die ausgeschilderte Umleitungsstrecke über Maitis ist nur unwesentlich länger und den Verkehrsteilnehmern ohne größeren Aufwand zumutbar. Dafür wird ein wichtiger Artenschutzbeitrag zum Erhalt von Erdkröte, Grasfrosch und Co. geleistet. Ist zumeist witterungsbedingt nur eine verhaltene Wanderaktivität festzustellen, bleibt die Straße offen, für diesen Fall ist jedoch eine Geschwindigkeitsbegrenzung zum Schutz der Amphibien in den Nachtstunden zu beachten.

Weitere Amphibienwanderstrecken mit Verkehrsbeschränkungen (Geschwindigkeitsbegrenzung in den Nachtstunden) bestehen im weiteren Verlauf der L 1075 auf Höhe des Linsenholzsees sowie an der Eichertstraße und am Waldecksee in Jebenhausen ab 1. März. Entlang der Eichertstraße wird zusätzlich ein mehrerer hundert Meter langer Amphibienschutzzaun errichtet, um die Amphibien auf ihrem Laichzug vom Ödewald in den Waldecksee vor der Querung der viel befahrenen Straße abzufangen und vor dem sicheren Tod zu retten. Der Zaun wird morgens und abends von ehrenamtlichen Helfern kontrolliert, die die Amphibien entlang des Schutzzaunes einsammeln und sicher über die Straße tragen.

Der Lindenweg zwischen Faurndau und der Wangener Linde ist in den Nachstunden für die Dauer der Amphibienwanderung gesperrt. 

Als Verkehrsteilnehmer kann man die Aktionen zum Schutz der bedrohten Amphibien unterstützen, indem man an den genannten Straßenabschnitten die Verkehrsbeschränkungen beachtet und besonders vorsichtig fährt, auch um die ehrenamtlichen Helfer nicht zu gefährden.

(Quelle: Stadt Göppingen / Foto: radiofips)