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60 Jahre Max und Martha Scheerer-Stiftung

Verfasst von am 1. Dezember 2020

Am 2. November 1960 erhielt die Stiftung “Max und Martha Scheerer“ mit Sitz in Göppingen die Genehmigung vom Kultusministerium Baden-Württemberg – der Startschuss für eine gemeinnützige Förderung junger Studierender in technischen Studiengängen. 60 Jahre später blickt die Stiftung gerne zurück, aber auch ganz bewusst nach vorne.

In diesen 60 Jahren seit Bestehen der Stiftung konnten über 180 Studentinnen und Studenten mit einem Betrag von 240.000 Euro gefördert werden. Mit großem Stolz können die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des Stiftungsrates deshalb auf sechs Jahrzehnte Engagement für die Jugend des Landkreises zurückblicken. 

Max Scheerer und seine Ehefrau Martha, ein kinderloses Ehepaar, wollte in der damaligen Nachkriegszeit den begabten Kindern eine Chance geben, ein Studium zu verwirklichen. Ganz im Sinne der Stiftungsgründer sind es technisch orientierte Studiengänge, die gefördert werden. 28 junge Frauen erreichten mit Hilfe der Förderung ihr Berufsziel. Ein Trend, der bei den Bewerberzahlen um eine Förderung sichtbar wird. Herr Scheerer formulierte in einem Interview anlässlich seines 80. Geburtstages 1960 seine Ziele: „Es ist für mich ein Geschenk, wenn von dieser Stiftung möglichst viel heraus kommt, wenn diese Unterstützung auch einen Erfolg hat.“

Was gibt es Neues 

Bei der Stiftungsgründung war festgelegt worden, dass die Zinsen ausschließlich aus dem Stiftungsvermögen für die Förderzwecke eingesetzt werden sollen. 1960 betrug der Zinssatz 6,1% für Spareinlagen. Heute – 60 Jahre später – liegt der Zinssatz bei 0 % für Spareinlagen.

Förderer, Gönner, Spender gesucht

Dazu wurde eine Broschüre erarbeitet, in der neben Informationen über die Stiftung auch die verschiedenen Möglichkeiten einer Unterstützung dargestellt werden. Die Broschüre ist bei der Stadt Göppingen – Geschäftsstelle der Max und Martha Scheerer Stiftung – erhältlich. Gerne informieren auch die Mitglieder des Stiftungsrates über individuelle Fördermöglichkeiten.

Kurzvita Max Scheerer

Max Scheerer wurde am 23. August 1881 in Tuttlingen geboren und studierte an der Hochschule in Freiberg/ Sachsen Bergbau. Nach seiner Studienzeit lebte er bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges in Mexiko. Seine Liebe fand er mit Martha Friz in Göppingen.

Max und Marta Scheerer (Foto: Stadt Göppingen)

Max Scheerer war Geschäftsführer der Firma Gebr. Märklin & Cie. GmbH und gleichzeitig zehn Jahre lange Aufsichtsratsvorsitzender der Nürnberger Spielwarenmesse. Er war Mitglied des Eisen-Blech- und Metallindustrie e.V. Stuttgart und hatte einen Sitz im Kreistag und fand noch Zeit für sein Hobby Bergsteigen als Vorsitzender des Deutschen Alpvereines. 

Im Jahre 1953 erhielt Max Scheerer für seine Verdienste und sein Engagement, vom Bundespräsidenten das große Bundesverdienstkreuz. 

Im Jahre 1961 verstarb Max Scheerer im Alter von 80 Jahren, seine Frau Martha zwei Jahre später.

Statements des Stiftungsrates

Erste Bürgermeisterin Almut Cobet, Vorsitzende

Wie wichtig ist eine Stiftung für die Förderung junger Menschen noch heute?

„Früher wie heute ist ein wesentlicher Baustein eines Stipendiums die finanzielle Förderung. Sie soll den Stipendiaten das Leben ein wenig leichter machen, so dass anstatt eines studentischen Nebenjob die Studierenden mehr Zeit für das eigentliche Studium, das Studium Generale oder auch für ehrenamtliches Engagement haben.

Natürlich geht es bei einem Stipendium nicht nur um das Geld. Ein weiterer Vorteil des Stipendiums ist die Botschaft, die es aussendet. Damit hebt sich dieser junge Mensch wesentlich von anderen Bewerbern/Bewerberinnen im Berufsleben ab und unterstreicht seine Leistungsbereitschaft und sein Engagement. Es lohnt sich also auch für die heutige Jugend unbedingt, die Förderung durch eine Stiftung anzustreben.“

Susanne Friz, Nichte des Stiftungsgründers Max Scheerer, stellvertretende Vorsitzende

„Max Scheerer hätte seine Freude daran, was aus seiner Stiftung geworden ist. Auch er ging neue Wege, war Mitbegründer der Spielwarenmesse Nürnberg und ein Querdenker in diversen Gremien. Es war seine Idee, jungen Menschen eine Starthilfe zu geben und diese Idee wollen wir weiterführen, in dem sich die Stiftung für Gönner und Unterstützer öffnet. Die Stafette der Förderung weiter leuchten lassen – viele können davon profitieren.“ 

 

(Quelle/Foto: Stadt Göppingen)